Später wird der Bildschirm voller

Fast wie im Spiel: Nichts rührt sich

Escape

Coverart für das Schmid TVG 2000

Ballern im Labyrinth a'la Berzerk.

Erschienen für: Emerson Arcadia 2001, Hanimex HMG 2650, Palladium, Prestige MPT-03, Schmid TVG 2000, Video Master

Überlegscheiben: 2

Note:



Test

Auch hier stand ein Automatenvorbild Pate: Schon mal etwas von Evil Otto gehört? Dieser Finsterling mit dem deutschen Vornamen war der Schrecken aller Spieler von Berzerk.
Denn während man dort durch Labyrinthe wanderte, um feindliche Roboter abzuballern, tauchte dieser von Zeit zu Zeit auf, um einen mit fast tödlicher Wahrscheinlickeit zu berühren und damit ein Spielerleben über den Jordan zu schicken.
Genau darum geht es auch in Escape. Hier gibt es acht verschiedene Labyrinthe, deren Wände unter tödlichen Strom gesetzt wurden. Weiterhin wandern dort je nach Schwierigkeitsgrad 8 bis 20 Monster herum, deren Berührung ebenfalls zum sofortigen Abzug eines von vier Leben führt. Je nach Spieleinstellung schießen diese gar zurück.
Statt eines herum springenden Smilies namens Otto handelt es sich bei Escape um einen Wirbel, der sich immer in der Mitte des Bildschirmes befindet und zunehmend schneller dreht. An der Geschwindigkeit und dem damit einhergehenden wirklich nervenden Geräusches kann man ungefähr abschätzen, wann er in die Richtung des Spielers fliegt. Dabei verändert er nicht die Flugbahn. Ist er aus dem Labyrinth verschwunden, erscheint er sofort wieder in der Mitte um nun nach kürzerer Zeit auf einen zu fliegen. Er kann durch den Spieler nicht abgeschossen werden.
Escape ist eines der ersten Spiele für das Schmid, welches eine Pausenfunktion hat. Dies ist auch wahrlich nötig, da sich die Spielsitzungen hinziehen können. Auch wurden dem Spiel 16 Einstellungsmöglichkeiten spendiert was die Anzahl und Feuerbereitschaft der Monster angeht (siehe Anleitung). Deshalb hat das Spiel einen gewissen Motivationscharakter, da sowohl Einsteiger als auch Profis bedient werden.
Die Grafik ist annehmbar, die Animation der Spielfigur gut gelungen. Allerdings ist das Spiel die reinste Valium. Quälend langsam schleicht der Held durch die Labyrinthe, was einen nach kurzer Zeit dazu bringt, immer stärker an dem Joystick zu zerren, damit er sich doch schneller bewegen möge. Und so fehlt es auch trotz Wirbel und 20 ballernden Monstern an einer gewissen Action in dem Spiel, was Abzüge bringt. Dennoch eines der wenigen empfehlenswerten Spiele der ersten Generation.
Verwendet wurde die Schmid TVG 2000 - Version auf derselben Konsole.



Letzte Aktualisierung am 10.08.2009