Leider gibt es nur ein Labyrinth

Und langsam geht es auch noch zur Sache

Crazy Gobbler

Modulaufkleber für das Schmid TVG 2000

Langsame Pac Man Kopie.

Erschienen für: Hanimex HMG 2650, Schmid TVG 2000

Überlegscheiben: -

Note:



Test

Nach der Welle von außerirdischen Angreifern, die im Zuge von Space Invaders den Bildschirm der Automaten beherrschten, erregte plötzlich ein verfressener gelber Ball die Aufmerksamkeit der Spielgemeinde. In einem Labyrinth verschlang dieser Waffeln, während drei Geister ihn jagen. Natürlich ist die Rede von Pac Man.
Nach der eher miesen Umsetzung für das Atari 2600, durfte dieses Spielprinzip natürlich auch auf dem Schmid nicht fehlen. Und so gaben sich die Entwickler alle Mühe um ein nettes Labyrinth zu entwerfen, die drei Geister nicht zu vergessen und auch an die Kraftpillen zu denken. Nach dem Genuss eines der vier in einem Labyrinth angebotenen Leistungssteigerers kann der hungrige Knirps die Sache umdrehen und nun die Geister für eine Weile jagen. Während dieser Zeit sind diese einfarbig blau. Durch Flackern zeigen sie nach einiger Zeit aber an, dass die Wirkung der Pille nachlässt.
Im Gegensatz zum Original erscheint ein gefressener Geist sofort wieder in seinem Bau, der sich in der Mitte des Bildschirmes befindet und versucht die Spielfigur zu erwischen, was eines von drei Leben kostet. Punkte erhält man durch den Genuss der Waffeln und Kraftpillen, wie auch durch das berühren von Geistern, wenn sie angreifbar sind. Weiterhin erscheint getreu der Vorlage von Zeit zu Zeit eine Bonusfrucht in der Bildschirmmitte. Hat man alle Waffeln und Pillen vertilgt, geht es im selben Labyrinth wieder von vorne los. Die Geister sind nun nur einen Tick schneller.
Crazy Gobler ist so eindeutig bei Pac Man abgeschaut, dass ich doch erstaunt war, es so auf dem Markt zu finden. Gerade wenn man bedenkt, wie der Pac Man Klone Munchkin für das Philips G 7000 von Atari vor das Gericht gezerrt wurde. Aber auch hier schien man wohl der Meinung zu sein, dass das Schmid kein Konkurrent wäre und ein Verfahren belanglos.
Dabei ist CG für eines der ersten erschienenen Spiele recht gut gelungen. Die Grafik und Animationen gehen in Ordnung, der Sound enthält neben der kurzen Titelmelodie die üblichen Kaugeräusche, bleibt man stehen, sind sogar die Geisterbewegungen mit einer passenden „gruseligen“ Geräuschkulisse untermalt.
Der größte Nachteil zum Original war damals schon das lahme Tempo, welches während des Spieles herrscht. Lustlos scheint sich der Gobbler durch die Gänge zu schleichen. Leider fehlen auch verschiedene Schwierigkeitsgrade und abwechslungsreiche Labyrinthe, so das CG nur für Anfänger brauchbar erscheint. Empfehlenswerter sind der Nachfolger Super Gobbler und das eigenständige Cat Trax.
Verwendet wurde die Schmid TVG 2000 - Version auf derselben Konsole.



Letzte Aktualisierung am 10.08.2009